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Und hier wären wir wieder. Wie im Frühjahr sitzen wir @Home, ärgern uns mit nicht funktionierenden digitalen Lernplattformen herum und die Zahlen sind schlichtweg absurd hoch. Die 50er-Marke, vor der man im Sommer noch Angst hatte, ist ein Witz gegen die aktuellen Statistiken.  

Alles in allem doch ein gelungener Jahresabschluss für ein außergewöhnliches Jahr, nicht?  


Aber gehen wir es nochmal langsam durch:  

14.12.2020 – Erster Tag in der häuslichen Lernzeit 

Man merkt bereits am Morgen: LernSax ist ein wenig langsamer als sonst. Um 9.00 Uhr erst eine Klassenleiter-ViKo1 und dann „Let’s go!“ Die Aufgaben trudeln langsam ein, werden Stück für Stück bearbeitet. Gegen Mittag gibt LernSax endgültig auf. Offizielle Aussage des SMK: DDoS-Attacke2 aka Hackerangriff.  

15./16.12.2020  – Die Probleme gehen weiter 

Erst scheint alles wieder gut, doch zur Stoßzeit, ab 9:00 Uhr bzw. spätestens ab 11:00 Uhr, ergeben sich erneut Probleme bei der LernSax-Nutzung. Scheinbar „Nachwirkungen“ der Hackerattacke.  

Videokonferenzen können nicht geplant stattfinden, werden verschoben, abgesagt oder (mit viel Glück und Engagement der Schüler*innen und der Lehrer*innen und dank teils sehr guter Vernetzung) kurzfristig umgelegt. Man weicht auf verschiedene Plattformen aus. Der Backup-Plan „BigBlueButton über Schullogin.de“ ist zwar vorbereitet, aber großteils nicht so schnell und spontan nutzbar gewesen. Ein Hoch auf Jitsi!  

17.12.2020 – Wir sind arbeitsfähig. Ein Wunder!  

Donnerstag, Tag 4 im Homeschooling und gleichzeitig der erste Tag, an dem LernSax wirklich nutzbar ist. Zwar gibt es noch immer Einschränkungen, wie teils lange Ladezeiten oder sporadische Ausfälle einzelner Funktionen, aber im Allgemeinen ist es endlich wieder nutzbar und man kann mit seiner Arbeit beginnen!  

18.12.2020 – Freitag, Ferien!  

Klassenleiter-ViKo, schnell noch die letzten Aufgaben hochladen, sich über die Großprojekte einiger Lehrer*innen aufregen und dann „FERIEN!“  

Auch heute, funktionierte LernSax einwandfrei.  

Was lernen wir nun also daraus?

Wir sind keinesfalls so gut vorbereitet, wie wir dachten oder hofften. Es hakt noch an sehr vielen Stellen, vor allem wenn man bedenkt, dass eine einfache DDoS-Attacke (laut Aussagen des SMK) scheinbar ausreicht, um die Funktionalität des wichtigsten Lehrmittels in der aktuellen Zeit für drei ganze Tage stark zu beeinträchtigen.  

Die Infektionszahlen verbleiben derweilen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Leipzig hat zum Zeitpunkt des Schreibens eine Inzidenz von 278. In Großbritannien konnte man eine neue, (vermutlich) gefährlichere und infektiösere Mutation des Erregers feststellen. Und was Weihnachten bringen wird, sehen wir erst im neuen Jahr. Auch bleibt offen, ob die Schulen wirklich wieder in einen Normalbetrieb wechseln, wenn man die aktuellen Statistiken und Umstände betrachtet.  

Aber eins ist zumindest sicher: Die Zahlen werden nicht von Zauberhand sinken, die Infektionen nicht auf magische Art und Weise verschwinden. Wir müssen uns weiterhin aktiv für den Schutz unserer selbst und unserer Mitmenschen einsetzen. Hierzu zählt beispielsweise auch die kritische Frage danach, ob man an Weihnachten angesichts der hohen Infektionszahlen wirklich die entfernten Verwandten besuchen muss oder ob sich nicht andere Lösungen finden.  

Jetzt bleibt eigentlich nur noch: Die Schülerzeitung wünscht euch eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch in das neue, hoffentlich normalere, Jahr 2021. Bleibt gesund! Achtet aufeinander! Haltet Abstand!  

AHA-A-L!3 

Von: Sebastian Schneider


Erläuterungen:

1: kurz für „Videokonferenz“
2: Kurz für „distributed denial of service” beschreibt eine Angriffart in der Informationstechnik, bei der Server mit einer Flut an sinnlosen Daten überschwemmt werden, bis sie nicht mehr hinterherkommen und den Dienst bzw. die Auslieferung der eigentlichen Inhalte verweigern.  

3: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – App – Lüften 

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