„Hüpfende” Lehrer während der Unterrichtszeiten
Illustration: Emilia Löbe
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Auch wenn die Überschrift nur indirekt etwas mit der Kälte zu tun hat, ist es dennoch eine sehr interessante Möglichkeit, den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten. Und zwar mit Hilfe von Sport – für die einen Lebenselixier und für die anderen Gift. Doch eigentlich hat dieser Text nichts mit Sport zu tun. Es soll vorrangig darum gehen, wie die Präsenzbeschulung für die Sekundarstufe II läuft, wo es hapert oder Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, sind die 11. und 12. Klassen bereits seit dem 18. Januar wieder in der Schule, da diese – abgesehen von den Lehrern – das Schulhaus sozusagen für sich haben oder vielmehr hatten, war es überhaupt kein Problem, wenn die gesamte Klasse oder der gesamte Kurs in der Schule anwesend war. Er musste nur in  zwei getrennten Räumen unterrichtet werden, sofern die Gesamtzahl von 14 Schülern pro Klassenzimmer überschritten wurde.

Hierbei ergibt sich allerdings folgendes Problem: Wenn ein Kurs von 23 Leuten auf zwei unterschiedliche Zimmer aufgeteilt werden muss, so ist der Lehrer mehr oder weniger dazu gezwungen, in zwei verschiedenen Zimmern zu unterrichtet. Tendenziell klingt das ja schon mal nach einem Plan.

Doch ganz so leicht, wie es klingt, ist es meistens leider doch nicht. Wenn nun zu einem bestimmten Thema eine Frage aufkommt, hat man nur zwei Möglichkeiten. Entweder man wartet bis der Lehrer wiederkommt oder man nimmt mehr oder weniger die Beine in die Hand und legt die paar Schritte bis in den anderen Raum – natürlich mit Maske – zurück und fragt den Lehrer, der dann wiederum seinen Unterricht kurz unterbrechen muss, um auf die Frage zu antworten. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren, die leider nicht wirklich wieder aufgeholt werden kann.

Mit Glück ist der Unterricht so aufgebaut, dass man beispielsweise mikroskopiert. Und das ist ja mehr oder weniger eine Arbeit, die sehr gut von der Hand geht und bei der es eigentlich eher weniger Hilfe bedarf.

In Fächern, in denen dann aber komplexe Themen behandelt werden, wie beispielsweise Mathe Grund- oder Leistungskurs, ist das nicht mehr ganz so einfach, da manche Berechnungen oft auch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und die Schüler und Schülerinnen individuell Fragen haben, die der Lehrer natürlich bestmöglich beantworten möchte. Dies wiederum ist schwierig, wenn er oder sie zwischen verschiedenen Zimmern hin und her laufen muss und deswegen auch nur die Hälfte des Unterrichtsstoffes schafft.

Dennoch war es – meiner Meinung nach – sehr schön, mal wieder – nach langer Zeit – in die Schule zu dürfen und auch die Klassenkameraden wiederzusehen.

So bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als zu warten und zu hoffen, dass der Schnee bald wieder so weit geschmolzen ist, dass wir auch wieder in die Schule können und dass die Inzidenzzahlen weiterhin sinken, so dass auch alle anderen wieder diese besuchen können und sich dementsprechend wiedersehen können.

Von:
Paale Sieber

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