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Stellt euch vor, ihr würdet mit all euren Mitschülern nach der Grundschule in ein und dieselbe weiterführende Schule gehen, egal ob der eine fast hochbegabt ist und der andere nur die Note D (bei uns die Note 4) schreibt. Zudem würdet ihr euern eigenen Stundenplan zusammenstellen, welcher aus vielen ganz verschiedenen, für uns teilweise absurden Fächern besteht. Dann wärt ihr vielleicht in den USA und würdet dort zur Schule gehen. Wie ihr garantiert schon bemerkt habt, ist vieles in den Schulen der USA anders als bei uns.

Bevor ich euch einiges über die Schulen in den USA erzähle, möchte ich gleich erst einmal etwas richtig stellen: Viele denken, dass in allen Schulen der USA Schuluniformen getragen werden. Dies ist aber nicht der Fall. Nur Schüler der Privatschulen tragen Schuluniformen. Bei staatlichen Schulen gibt es nur auf der High School einen Dresscode, welcher bestimmte Regeln für das Aussehen vorschreibt. Dieser wird von den Schulen selbst festgelegt.

So, jetzt fange ich aber mal mit dem Schulaufbau an. Zuerst geht man auf die Nursery School oder  Preschool in einem Alter bis 5 Jahre, was Ähnlichkeiten zum Kindergarten und der Vorschule bei uns hat. Danach kommt die Elementary School, welche man in einem Alter von 5 bis 11 Jahren besucht und mit unserer Grundschule verglichen werden kann. Dann kommt die Middle bzw. Junior High School, welche der 6. – 8. Klasse entsprechen und von Schülern zwischen 11 und 14 Jahren besucht werden. Der Unterschied zwischen der Middle School und der Junior High School ist, dass in der Middle School ein großer Fokus auf die Entwicklung und Verbesserung sozialer Kompetenzen liegt, während die Junior High School leistungsorientierter ist. Zuletzt besucht man in einem Alter von 14 – 18 Jahren die Highschool, welche mit der Gesamtschule vergleichbar und eine Ganztagsschule ist. Dort beginnt dann das Kurssystem.

Zur Schule kommt man entweder zu Fuß oder mit typisch gelben Schulbussen. In der Schule gibt es keinen richtig einheitlichen Stundenplan für eine Klasse. Die Schüler können sich aus einer Kombination aller Pflichtfächer und einer bestimmten Anzahl von Wahlpflichtfächern, wie zum Beispiel Webdesign, Marketing und Psychologie, ihren eigenen Stundenplan zusammenstellen. Dabei werden sie von ihrem Vertrauenslehrer unterstützt. Bewertet wird in Buchstaben, wobei die beste Note A+ und die schlechteste Note F ist. Dazwischen gibt es die Noten B, C und D . Komischerweise gibt es die Note E nicht, vielleicht weil man diese zu leicht fälschen kann.

Die Sicherheit ist sehr wichtig in den Schulen der USA. In den Pausen darf man sich nur mit einem so genannten Hall Pass über das Schulgelände bewegen und zur Toilette gehen. Während des Unterrichts sind die Schuleingangstüren verschlossen und das komplette Schulgelände von Sicherheitspersonal bewacht.

Von
Andreas Böttge

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